Entwicklung des Gartenbauverein 1885 Fürth e. V.

1855

Am 3.3.1855 entschliessen sich 26 Fürther Bürger einen Gartenbauverein zu gründen.

1871

Aus dem Jahr 1871 konnten wir ein Protokoll einer Ausschusssitzung vom 3. Februar 1871 finden.
Siehe in der Rubrik Fotos unter  „Historisches“!

1879

In der Generalversammlung am 5. Juni 1879 im Hotel „Nett“ wird beschlossen, den Gartenbauverein in den „allgemeinen Verschönerungsverein, Fürth und Umgebung“ umzuwandeln.
In der Generalversammlung am 3. Juli 1879 wieder im Hotel „Nett“ wird dieser „Verschönerungsverein“ dann gegründet.

1885

Am 19. 2. 1885 gründen 25 Fürther Gartenfreunde doch wieder einen
Gartenbauverein. Unter dem Namen: „Gartenbauverein Fürth a. V.“ entsteht unser
heutiger Verein, der aus dem damaligen „Verschönerungsverein“ hervorging.

Das Motto des neu gegründeten Vereins war:

„Durch Einigkeit und Vorwärtsstreben ist schon Großes entstanden; darum wollen
auch wir unsere Kraft einsetzen, dass unser Verein gedeihe und wachse, dass
unsere Bestrebungen Nutzen und Segen bringen mögen, so dass jeder mit Achtung
von den Leistungen des Gartenbauvereins sprechen kann.“

Am 5. März 1885 fand dann die 1. Plenarsitzung statt. Das Protokoll dieser Sitzung
finden sie unter der Rubrik Fotos unter „Historisches“!

1886

Es wird ein Fond zum Erwerb eines eigenen Grundstückes angelegt.
Es dauerte 5 Jahre bis dieser Plan verwirklicht werden konnte.

1891

Am 2. 4. 1891 wurde am Espan in der Gemarkung Poppenreuth ein Gartengrundstück 2 Morgen und 27 Dezimal mit Wohnhaus, Stallung und Scheune für 12.000 Goldmark von Frau B. Fuchs erworben. Dazu gehörte auch ein Acker an der Rossbrücke und eine Wiese im Pegnitzgrund.
Die Registrierung des Vereins als juristische Person erfolgte im gleichen Jahr.
Jetzt begann der Aufbau. Obstbäume wurden gepflanzt. Das Grundstück wurde umzäunt und in 39 Parzellen aufgeteilt. Wege angelegt und 2 Brunnen gebohrt. Ein „Restaurationszimmer“ wurde eingerichtet, nachdem die Genehmigung einer Kantine mitFassbierausschank erteilt wurde.

1901

Im Jahr 1901 erfolgte der Anschluß des Grundstückes an das Dooser Gaswerk und
1905 an die städtische Wasserleitung. Ebenfalls 1901 mußte Ernst Schildknecht sein Amt
als erster Vorstand nach 16 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.
Der Verein war inzwischen auf 300 Mitglieder angewachsen.

1910

Man feiert das 25 jährige Bestehen mit einen grossen Frühlingsfest und der Herausgabe einer Festschrift. Auszüge aus
dieser Festschrift werden wir in Kürze in der Rubrik Fotos unter „Verschiedenes“ zeigen.

1914

Bis 1918 überstand der Verein unter der Vorstandschaft der Herren Alfred Babeé und Kandel den ersten Weltkrieg.

1933

Bis 1945 hatte der damals gleichgeschaltete „Deutsche Gartenbauverein e.V.“ zum Glück keine Kriegsschäden zu beklagen. Während des Krieges und danach waren die Gärten eine wertvolle Hilfe für die Mitglieder.

Aus dem Jahr 1935, dem Jahr des 50-jährigen Jubiläum des Gartenbauvereins konnten bisher leider noch keine Unterlagen gefunden werden, was wir natürlich sehr bedauern.

1951

Als Folge der „Entnazifizierung“ ging die Mitgliederzahl stark zurück. Unter der Leitung der  Vorstände
Simon und später Huppmann wurde die alte Tradition langsam wieder aufgenommen. Eine Ausdehnung des Vereins war allerdings
nicht mehr möglich da die Besiedelung des Espan zügig voran schritt. 
Allerdings wurde ab 1951 der Acker an der Rossbrücke gärtnerisch genutzt. Es entstanden 
zusätzlichen 8 Gartenparzellen, die heute noch existieren.

1960

Der Verein muß Grundstücksverluste in Kauf nehmen. 4 Gärten mußten dem Ausbau der Kutzer- und
der Espanstraße weichen. Große finanzielle Belastungen mußten gemeistert werden.
Straßenerschließung; Kanalanschlußgebühren, Renovierung der Gaststätte u.s.w.
Durch Mitglliederdarlehen und durch Unterstützung der damaligen Humbser Brauerei konnte dies
gestemmt werden.

Auch vom 75 jährigen Jubiläum unseres Vereins im Jahr 1960 haben wir leider keine Unterlagen verfügbar.

1985

Der Verein feiert 100 Jähriges Bestehen.

1990

In den 1990er Jahren gab es keine besonders erwähnenswerte Vorkommnisse. Von einem 1999
aufgetretene Brandschaden waren 2 Gärten betroffen.

2003

Es wird ein neuer 10 Jahresvertrag mit der Tucher Brauerei geschlossen.

2004

Die Gaststätte wird neu gestaltet. Für die neue Inneneinrichtung werden € 31.000 investiert.

2008

Am 1. März 2008 verursacht der Sturm „Emma“ einen Schaden von € 45.000 am Wirtschaftsgebäude,
der allerdings zum Glück durch die Versicherung abgedeckt ist.

2009

Die alte Ölheizung wird durch eine neue Gasheizung ersetzt. Die gesamte Dekade war geprägt von vielen Garten-Pächter-Wechseln, bedingt durch die Altersstruktur der Gärtner.  Der Verein hat seit vielen Jahren immer ca. 70 – 80 Mitglieder.

2010

Der Gartenbauverein feiert 125 jähriges Bestehen. Bei einer gelungenen Feier im Saal der
Gaststätte „Grüner Baum“ wird mit Mitgliedern und geladenen Gästen das 125 jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Der  Oberbürgermeister Herr Dr. Thomas Jung würdigte in seiner Ansprache  die bedeutsame Funktion der Kleingartenanlagen für die gesamte Stadt.

2011

Günter Delatron wird nach 30 Jahren aus Altersgründen als Vorstand verabschiedet. Er hat das Amt seit dem 9. Mai 1981 ununterbrochen ausgeübt. Wir danken Günter Delatron für seinen jahrzehntelangen
Einsatz für den Verein.

2012

Die Sandsteinfassade des Gaststättengebäudes wird saniert. Die Stromleitungen an der Roßbrücke werden erneuert.

2013

Die neue, überarbeitete Satzung tritt am 10. 10. 2013 in Kraft.

2014

Die Stützmauer zwischen den beiden oberen Gärten K 23 u. K 24 an der Kutzerstraße musste erneuert werden.

2015

Allgemeine Instandhaltung- und Pflegemaßnahmen. Neu Installierung  einer modernen, zeitgemäßen
und den Vorschriften für Gaststätten entsprechenden Konstruktion für den Dunstabzug der Gaststätten-Küche

2016

Nichts passiert worüber es im Detail zu berichten gäbe. Wir konnten jedoch bei bestem Wetter unser Sommer-Gartenfest im Biergarten erfolgreich durchführen.

2017

Das Gartenfest wurde im Juli bei idealem Wetter, bester Laune und gutem Besuch durchgeführt.
Die Original Gründungsprotokolle aus den Jahren 1871 / 1885 haben wir dem Stadtarchiv zur Aufbewahrung übergeben. Die Satzung wurde durch die Möglichkeit der Genehmigung einer Ehrenamtspauschale ergänzt und die für Abstimmungen erforderlichen Mehrheitsverhältnisse wurden auf die üblichen 2/3 angepasst. Auch die Gartenordnung wurde aktualisiert und an die des Stadtverbandes weitgehend angepasst.

2018

In der Mitgliederversammlung im März wurde der Vorstand für 4 Jahre wie folgt neu gewählt:
1. Vorstand Thomas Kirner; 2. Vorstand Matthias John; Kassier Andy Hoffmann;
Schriftführer Gerhard Blank
. Unser bisheriger 2. Vorstand Erich Bauer stand aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl.

Die Vorgaben der EU Datenschutz Grundverordnung wurden umgesetzt.
Die dringend erforderliche Dach – Sanierung von Büro und Werkzeugschuppen wurde durchgeführt. 

2019

…es gibt noch nichts zu berichten!